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Dogodki
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Konference

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Gastwirte sind Gewerbetreibende, die in der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit weitgehend vernachlässigt wurden. Dies ist umso erstaunlicher, als sie oft zur lokalen Elite gehörten, administrative und politische Funktionen und Ämter innehatten und verschiedene wirtschaftliche Aktivitäten ausübten: als Metzger, Bäcker, Kaufleute, Spediteure, aber auch als Kreditgeber. Von besonderem Interesse sind Wirte im heutigen Südtirol, deren Gasthöfe an (trans-)alpinen Handels- und Transitwegen lagen. Zu ihren Wirtshäusern gehörten in der Regel große Bauernhöfe; sie stellten Verpflegung und Übernachtung für Reisende, Fuhrleute und Kaufleute bereit, sorgten für die Unterbringung und Fütterung von Pferden und verfügten oft auch über Unterstände für Transportmittel und Lagereinrichtungen. Es ist also davon auszugehen, dass Gastwirte pluriaktiv waren. Die Untersuchung von Gasthöfen als Wirtschaftsunternehmen kann jedoch nicht erfolgen, ohne Partnerwahl, Heiratsmuster und Verwandtschaftsbeziehungen mit einzuschließen, da diese Aspekte für die materiellen Grundlagen der sozialen Stellung und für die arbeitsteiligen Prozesse des Alltagsbetriebs – und damit letztlich für den Wohlstand der Wirtshäuser – eine bedeutende Rolle spielten. Der Beitrag rekonstruiert und analysiert diese Verbindungen und Verflechtungen ausgehend von Gastwirtsfamilien im 18. Jahrhundert.